Vor gut einem Jahr zog Lina wegen einer neuen Stelle nach Köln. Schon in den ersten Wochen meldete sie sich zum Deutschkurs an: zwei Abende pro Woche, direkt im Anschluss an die Arbeit.
Trotzdem hakte es an einer Stelle. Im Kurs habe ich mitgeschrieben und alles verstanden. Doch sobald ich selbst antworten sollte – an der Supermarktkasse, im Teams-Call, am Telefon mit dem Vermieter –, war mein Kopf plötzlich leer
, erzählt sie.
Sprachlehrerinnen und -lehrer kennen diesen Satz nur zu gut. Im Gruppenunterricht sitzen Wortschatz und Grammatik ordentlich. Was dort aber fast zwangsläufig zu kurz kommt, ist die Zeit, in der man selbst redet. Teilen sich fünfzehn bis zwanzig Teilnehmende eine Unterrichtsstunde, bleiben für jede und jeden oft nur wenige Minuten echter Sprechpraxis.
Die Kettenreaktion
Wer mehr spricht, setzt etwas in Gang
Eine Garantie für den Einzelfall ist das nicht. Die nächste Zahl kommt direkt aus dieser Forschung.
- 01
Reden wird flüssiger – und strengt spürbar weniger an.
- 02
Im Job kommen die Zwischentöne an: Ironie, Anspielungen, das, was nicht ausgesprochen wird.
- 03
Der Arbeitsalltag bringt weniger Missverständnisse und mehr Sicherheit.
- 04
Arbeitsmarktstudien zufolge spiegelt sich das im Schnitt auch im Gehalt wider.
+22%
mehr Nettoverdienst bei sehr guten statt schwachen Deutschkenntnissen.
Quelle: IAB-Kurzbericht 21.3/2014. Kein Selbstläufer – aber ein Zusammenhang, der sich immer wieder bestätigt.
Der Kurs liefert das Fundament. Sicherheit entsteht erst, wenn man selbst spricht – und je öfter, desto schneller.
Sinngemäß aus Gesprächen mit mehreren Sprachtrainerinnen und Sprachtrainern
Warum kurze Gespräche unter der Woche oft mehr bewirken als der nächste Termin am Samstag
Genau hier setzen immer mehr Lernende an. Anstatt bis zur nächsten Kursstunde zu warten, verabreden sie sich zu kurzen Einzelgesprächen mit freiberuflichen Tutorinnen und Tutoren – zum Beispiel über Plattformen wie Preply. Die Gespräche dauern meist nur 20 bis 30 Minuten, finden dafür aber mehrmals pro Woche statt, und das zu fast jeder Tageszeit.
Wie Lina heute lernt
Seit rund vier Monaten ergänzt Lina ihren Kurs um drei kurze Gespräche pro Woche – meist am Küchentisch, gelegentlich auf dem Balkon, immer über das Smartphone. Ihre Bilanz: Den Kurs möchte ich nicht missen. Aber wirklich entspannt beim Sprechen bin ich erst durch diese kleinen Gespräche zwischendurch geworden.
Was unsere Leserinnen und Leser oft fragen
F.01Ersetzt das einen Deutschkurs?
Nein. Die meisten setzen Einzelgespräche als Ergänzung ein, nicht als Ersatz. Wer ein Zertifikat oder eine Prüfung braucht, kommt an einem strukturierten Kurs in der Regel nicht vorbei.
F.02Ab wann spürt man einen Unterschied?
Das ist von Person zu Person verschieden – zusagen lässt sich nichts. Viele berichten aber, dass sie sich nach einigen Wochen regelmäßiger Gespräche beim Sprechen spürbar sicherer fühlen.
F.03Welche Kosten kommen auf mich zu?
Das hängt vor allem von der Tutorin oder dem Tutor ab, von der Erfahrung und den gewünschten Zeiten. Profile und Bewertungen kann man vorab in Ruhe vergleichen; oft gibt es zum Einstieg eine Probestunde.
Ob Kurs, kurze Gespräche oder eine Kombination aus beidem am besten passt, hängt vom eigenen Alltag ab. Eines zieht sich jedoch durch viele Erfahrungen: Wer regelmäßig spricht – und sei es nur ein paar Minuten –, gewinnt deutlich schneller an Sicherheit.
Der nächste Schritt
Unverbindlich reinschauen.
Ein Blick in die Profile der Tutorinnen und Tutoren dauert nur wenige Minuten.
Zu PreplyKennzeichnung als Anzeige gemäß §§ 5a, 5b UWG.